KÜS: Hauptuntersuchung, Anbauabnahmen und mehr Öffentlich bestellt und vereidigt durch die Handwerkskammer Dresden Mitglied der Innung des Kraftfahrzeughandwerks Region Dresden

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Anforderungen an die Prüfflächen

Abmessungen Flächen Quelle: KÜS e.V.

Ein Scheinwerfereinstellsystem besteht neben dem Scheinwerfereinstellgerät aus 2 verschiedenen Prüfflächen, welche eine bestimmte Toleranz einhalten müssen. Die Fahrzeugaufstellfläche (je nach Fahrzeugtyp zwischen 4m und über 8,5m lang und bei zweispurigen Kraftfahrzeugen mindesten 2m breit) sowie die Scheinwerfereinstellgerät-Aufstellfläche (mind. 2,5m lang, mindestbreite entspricht der Spurweite des Scheinwerfereinstellgerätes).

Beide Flächen müssen eben oder gleichmäßig zueinander geneigt sein. Ebenfalls ist es zulässig, wenn die Scheinwerfereinstellgerät-Aufstellfläche eben, die Fahrzeugfläche aber leicht geneigt ist. Dieser Unterschied wird dann im Scheinwerfereinstellgerät justiert.

Die Anforderungen an die Unebenheit von den Flächen unterscheiden sich erheblich.

Gerade die SEP-Aufstellfläche darf nur eine maximale Unebenheit von 1mm/m besitzen, wobei dies auf die Spurweite des SEP sowie die Messungenauigkeit bezogen wird. Aufgrund der Messunsicherheit ergibt sich eine Toleranz von 0,85mm/m, wodurch sich bei einem SEP mit der Spurweite von 50cm eine Toleranz für die Aufstellfläche von 0,425mm von einem Messpunkt zum nächsten ergibt. Gerade preiswerte Scheinwerfereinstellgeräte haben nur eine so geringe Spurweite.

Unebenheiten der Fahrspuren Quelle: KÜS e.V.

Wir raten vom neuen Fliesenlegen für den SEP Platz aufgrund der Kosten sowie der hohen Toleranz ab. Bei einer so hohen Messungenauigkeit ist es sinnvoller den Boden mithilfe eines Ausgleichs Epoxides („Gummiboden“), einer eingelassenen Metallplatte (wir empfehlen mindestens 4mm dickes Stahlblech) oder mit einem handelsüblichen Schienensystem auf diese Genauigkeit zu bringen.

Alternativ kann die Unebenheit von der SEP-Einstellfläche auch durch ein digitales Scheinwerfereinstellgerät mit Selbstnivelierung ausgeglichen werden (bis ca. 2%).

Die Fahrzeugaufstellfläche ist in einem Großteil der Werkstätten auf dem normalen Beton oder Fliesenboden möglich. Die Toleranzen sind hier weitaus weiter gesteckt und gehen bei einer 4m Fahrspur bis auf ±9mm. Die Querneigung von ±1,5% der einen zur anderen Fahrspur ist zu beachten.

Weiterhin kann eine Achsvermessbühne mit nivelierbaren Flächen ebenfalls als Fahrzeugaufstellfläche genutzt werden.

Sollte sich in der Fahrzeugaufstellfläche eine Freihebeeinrichtung wie z.B. ein Achsfreiheber oder eine Stempelbühne befinden müssen wir diese aus dem System herausrechnen. Das heißt, es können nur Fahrzeuge, welche einen größeren Radstand als der Freiheber haben eingestellt werden.

 

Weitere Informationen finden Sie im Flyer der KÜS:

Informationsflyer „Neue Anforderungen an Prüf- und Messmittel“ der KÜS e.V.