KÜS: Hauptuntersuchung, Anbauabnahmen und mehr Öffentlich bestellt und vereidigt durch die Handwerkskammer Dresden Mitglied der Innung des Kraftfahrzeughandwerks Region Dresden

Home » Über uns » Kalibrierung SES » Scheinwerfereinstellgerät

Scheinwerfereinstellgerät

Scheinwerfereinstellgeräte müssen eine Baumusterfreigabe besitzen. Für Geräte bis 01.01.2021 gilt eine Übergangsvorschrift der Baumusterfreigabe bis zum 01.01.2034. Die erteilte Baumusterfreigabe gilt bis dahin uneingeschränkt.

Bei neueren Geräten welche ab 01.01.2021 neu baumustergeprüft werden, oder ab 01.01.2022 in Verkehr gebracht werden läuft die Baumusterfreigabe nur noch 5 Jahre. Danach muss seitens des Geräteherstellers eine erneute Überprüfung des Baumusters vorgenommen werden.

Schon allein aus der Ablauffrist der Baumusterprüfungen ist es, empfehlenswert ein hochwertiges Gerät anzuschaffen. Es gilt zu hoffen, dass die Hersteller die Baumusterprüfungen weiter verlängern lassen.

Unterschied analoge und digitale Scheinwerfereinstellgeräte:

Die Geräte unterscheiden sich durch die Anzeige der Hell-Dunkel Grenze, welche bei einem digitalen Gerät durch eine hochauflösende Kamera ausgewertet und durch einen Bildschirm ausgegeben wird.

Weiterhin gibt es digitale Scheinwerfereinstellgeräte, welche Bodenunebenheiten ausgleichen können (automatische Nickwinkelkompensation). Diese Technik ist aber nicht bei allen digitalen Scheinwerfereinstellgeräten verbaut!

Analoge Scheinwerfereinstellgeräte lassen sich im Gegensatz zu den digitalen Geräten einfacher Handhaben, es entfällt das Laden des Akkus sowie das Hochfahren des Gerätes (ca. 1min) und die Eingabe der Fahrzeugdaten über einen Touchscreen. Allerdings ist die Einstellung nicht ganz so genau und es kann auch eher zu Bedienerfehlers kommen als bei digitalen Geräten. Preislich sind natürlich auch erhebliche Unterschiede zu verzeichnen, gute analoge Geräte kosten ca. 1000,00€, gute Digitale Geräte mit Niveauausgleich kosten gut und gern das dreifache.

Generell empfehlen wir bei einem neuen Gerät auf die Laserausrichtung zu achten. Durch einen kleinen Stichlaser im Visier kann man das Gerät genau auf das Fahrzeug einrichten. Es ist genauer als der alte Spiegel oder ein Visier und funktioniert deutlich einfacher.

Folgende Geräte können wir empfehlen:

SEG-IV

SEG IV Quelle: Hella-Gutmann

Analog:

Hella-Gutmann SEG IV (mit Laservisier)

Dieses analoge Scheinwerfereinstellgerät ist robust gebaut und einfach justierfähig durch eine Exzenterschraube an einer Rolle.

Weiterhin ist es für meist knapp unter 1000,00 € netto über diverse Zulieferer bestellbar.

 

SEG-V Quelle: Hella-Gutmann

Digital:

Hella-Gutmann SEG V

Das digitale Scheinwerfereinstellgerät mit automatischen Niveauausgleich von Hella Gutmann ist ebenfalls einfach justierfähig und relativ stabil gebaut. Fehler der ersten Serien sollten der Vergangenheit angehören. Die Software sowie die Fahrzeugdatenbank kann per Wlan „Over-the-air“ aktualisiert werden. Das Gerät besitzt einen nach vorn gerichteten Touchscreen sowie ein Laservisier zum Einstellen auf das Fahrzeug.

Preislich müssen Sie allerdings mit ca. 3000,00 € netto rechnen.

Maha MLT-3000

MLT-3000 Quelle: Maha

Das digitale Scheinwerfereinstellgerät mit automatischen Niveauausgleich von Maha setzt in Sachen Bedienung und Haltbarkeit Maßstäbe. Es ist allerdings auch etwas größer und schwerer als das Hella-Gutmann Gerät. Die Software und Fahrzeugdatenbank werden hier per USB Schnittstelle aktualisiert.

Empfehlenswertes Zubehör sind hierbei das Laservisier sowie die optische Einstellhilfe an der Gerätefront.

Preislich müssen Sie für eine MLT-3000 mit dieser Zusatzausstattung und Gummirollen mit ca. 3700,00 € netto rechnen.

 

 

Weitere Informationen finden Sie im Flyer der KÜS:

Informationsflyer „Neue Anforderungen an Prüf- und Messmittel“ der KÜS e.V.